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Social Media Trends 2022

von Fee Hoopmann

Der Begriff ,,Trend‘‘ beschreibt eine zeitlich begrenzte Entwicklungsrichtung von bestimmten Verhaltensweisen. Trends entstehen in den unterschiedlichsten Branchen. Auch in der Welt der sozialen Medien. Social Media Trends haben die Eigenschaft sich rasant zu verändern und sich stetig weiterzuentwickeln.

Für Unternehmen ist es von großer Bedeutung die neusten Trends wahrzunehmen und zu beherzigen. Content liefern, ohne Strategie und Rücksichtnahme auf Trends ist heutzutage unzureichend. Ihr werdet schnell merken, dass gewünschte KPIs nicht erreicht werden.

Damit sich die harte Arbeit lohnt und der kreierte Content eine hohe Reichweite sowie hohes Engagement erreicht, verraten wir euch was in der Social Media Welt up-to-date ist. 

 

5 wichtige Social Media Trends 2022

  1. TikTok ist auf dem Vormarsch
  2. Video First Ansatz
  3. Social Commerce steigt weiter an
  4. Augmented Reality und das Metaversum
  5. Ads auf Snapchat und Pinterest
  6. Fazit

 

TikTok ist auf dem Vormarsch

Die Plattform für Kurzvideos sollte Beachtung in der Social Media Planung vieler Unternehmen erhalten. Trendanalysen zufolge hat TikTok seit der Gründung im Jahr 2019 kontinuierlich an Popularität gewonnen. Aktuell zählt TikTok mit 3 Milliarden Downloads zu den beliebtesten Apps der Social Media Branche. Diese Zahl hat bisher nur der Social Media ,,Oldie‘‘ Facebook erreicht. 

Die Mediaform der Kurzvideos ist einer der Hauptgründe für die rasche Expansion. Kurzvideos sind nämlich ein weiterer Social Media Trend, der uns in der nächsten Zeit verfolgen wird. Beispielsweise wurden Instagram Reels oder das Videoformat bei Reddit von TikTok inspiriert.

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie sind immer mehr Marken auf den Kanal aufmerksam geworden. Dank der Kurzvideos erregt TikTok Aufmerksamkeit und tritt in Interaktion mit seiner Kundschaft.

Für Unternehmen hat die Social Media Plattform eine Reihe nützlicher Tools eingeführt, zum Beispiel die Errichtung von Unternehmensprofilen und einem TikTok Ads-Manager. Wie Instagram wird auch TikTok im Jahr 2022 an einer Erweiterung der Shopping-Funktionen arbeiten. Es existiert bereits heute die Möglichkeit, einen klickbaren Link in das eigene Profil einzufügen. Dort können Swipe-URLs zu Social Commerce-Zwecken in Videos platziert werden. Seit 2021 ist TikTok (wie Pinterest) eine Partnerschaft mit Shopify eingegangen. Gemeinsam ermöglichen sie Händlern ohne eigenen Onlineshop ihren Produktkatalog mit der Plattform zu verbinden. Im Hinblick auf Targeting, Anzeigenerstellung, Tracking etc. eröffnet das völlig neue Potenziale für Social Commerce.

Deine Zielgruppe nutzt TikTok, dein Unternehmen allerdings nicht? Damit stehst du nicht alleine. Ein First-Mover wirst du zwar nicht mehr, jedoch kannst du dir immer noch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn du die Plattform zeitnah in deine Social Media Strategie mit aufnimmst. Experten:innen gehen davon aus, dass TikTok auf dem besten Weg ist eine der wichtigsten Plattformen zu werden.

Unser Tipp: Analysiere die Aufnahme von TikTok in deine Social Media Strategie. Wen willst du ansprechen? Was möchtest du damit erreichen? Wie kann all dies in die Tat umgesetzt werden?

 

Die Nutzung von TikTok unterteilt in Altersgruppen (2021)

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Grafik aus eigener Darstellung. (Quelle: HubSpot - Social Media Trends 2022) 

 

Video First Ansatz

Wir haben es bereits angedeutet – Videos werden Social Media in naher Zukunft dominieren. Wenn dein Unternehmen noch mit Bildmaterial arbeitet, sollte dies schleunigst geändert werden. Laut einer Cisco-Studie werden in diesem Jahr 82 % aller Online-Inhalte Videoinhalte sein. Dies zeigt deutlich, wie wichtig es ist, Videoinhalte zu nutzen, um im Bereich der sozialen Medien relevant zu bleiben. Die Erstellung von Videocontent für den organischen Feed oder Werbeposts ist zwar mit mehr Aufwand verbunden, bringt aber die besseren Ergebnisse. 

Videos sind nicht gleich Videos! Arbeite frei nach dem Motto ,,Wenn schon, denn schon‘‘! Videos müssen kreativ, innovativ und unterhaltsam sein, um in der heutigen digitalen Marketinglandschaft hervorzustechen. Die Erfolge von TikTok, Reels, Stories und anderen Videoformaten zeigen uns deutlich, dass sie der bevorzugte Content von Usern sind. Die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums ist im Laufe der Jahre kürzer geworden. Kurze, kreative Videos gelten als absoluter Eyecatcher.

Neben der längeren Betrachtungszeit bieten Videos die Möglichkeit, Produktfeatures zu zeigen und zu erklären. Mit statischem Bild-Content ist dies gar nicht oder nur schwer zu vermitteln.

Unser Tipp: Planst du Video Ads auf Social Media Kanälen? Dann setze die Dauer der Ads auf 6 Sekunden! Laut einer Studie von Magna Gobal erreichst du mit dieser Sekundenanzahl die höchste Engagement Rate und Effektivität.

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Social Commerce steigt weiter an 

Der Vertrieb von Produkten über Social Media steigt dreimal so schnell an wie der Vertrieb über E-Commerce Plattformen. Laut einer aktuellen Studie von Accenture wird das Volumen des Social Media Shoppings bis 2025 auf 1,2 Billionen Dollar wachsen.

Social Media Kanäle wie Instagram, Pinterest und Facebook ermöglichen die Funktion des Social Commerce schon seit längerem. Von „Shoppable Posts" bis hin zu Instagram Storefronts - soziale Netzwerke entwickeln sich kontinuierlich zu Einzelhandelsplattformen. 

User lassen sich von Unternehmen auf den Kanälen inspirieren und erfreuen sich umso mehr über verkürzte Shoppingoptionen. Wir haben es eben erwähnt, die Auffassungsgabe von uns Menschen ist stark gesunken. Das Gleiche gilt beim Kaufprozess. Umso mehr Klicks und Umwege wir gehen müssen, desto wahrscheinlicher ist ein Kaufabbruch. Social Commerce scheint in diesem Kontext ein praktischer Lösungsansatz.

Die Vorteile sind klar: nahtlose User Experience, Zeit- sowie Klickeinsparung und schnellere Conversions (um hier nur einige Beispiele aufzulisten). Social Commerce bringt allerdings Nachteile mit sich. Es werden beispielsweise Transaktionsgebühren in Höhe von 5 % erhoben. Außerdem gibt es Vorschriften innerhalb der technischen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel in der Gestaltung des Shops.

Unser Tipp: Mach dir den Trend zu nutzen. Das bedeutet nicht, dass du deinen eigenen Onlineshop aufgeben sollst. Im Gegenteil! Erweitere und kombiniere deine Vertriebskanäle und beziehe Social Commerce in deine Verkaufsstrategie mit ein. 

Kastentext: Für ein tieferes Verständnis lies dir unseren Blogbeitrag über Social Commerce im B2C durch 😊

 

Augmented Reality und das Metaversum

Facebook Gründer Mark Zuckerberg erregte im Juli 2021 großes Aufsehen, als er seine Pläne des Metaversums öffentlich verkündete – der Aufbau einer maximalistisch vernetzten Erlebniswelt. Die erste Verschmelzung der physischen- mit der virtuellen Realität wird allerdings von der Gaming-Industrie angeführt. Weitere Social Media Kanäle, werbetreibende- Branchen und Märkte haben das Potential von Virtual Reality (VR) sowie Augmented Reality (AR) ebenfalls für sich entdeckt. AR-Filter werden auf mehreren großen Plattformen wie Snapchat und Instagram eingesetzt. Sie wurden eingeführt, um die in den sozialen Medien geteilten visuellen Inhalte zu verbessern. Virtuelle Garderoben erlauben das Anprobieren von Kleidung ohne das Haus zu verlassen. Digitale Meetings erleichtern das mobile Arbeiten und sind in Zeiten der Pandemie zum daily business geworden. Die Liste der Nutzungsoptionen erstreckt sich noch viel weiter und erfreuen sich großer Beliebtheit. Laut The Drum kann AR die Klickraten um bis zu 33 % steigern. 

Die Schaffung eines digitalen Einkaufserlebnis kann den Markenerfolg boosten. Durch Usability optimization werden Image, Bekanntheit und Umsätze gesteigert. Dabei ist es wichtig offen für Neues zu sein und ein tiefes Verständnis für seine Zielgruppe zu gewinnen. 

Stehen wir auch noch am Anfang der Möglichkeiten von AR und dem Metaversum, feststeht: Der Entwicklungsfluss wird nicht aufzuhalten sein. Bis eine (beinahe) universelle Akzeptanz erreicht ist, wird es allerdings noch dauern. 

Unser Tipp: Da wir noch am Anfang stehen ist es wichtig experimentierfreudig zu bleiben. Teste deine Möglichkeiten aus und beobachte das Verhalten deiner Wettbewerber. Was machen sie gut? Möglicherweise lassen sich ähnliche Funktionen ableiten. Wo performen sie eher negativ? Lerne aus ihren Fehlern.  

 

Ads auf Snapchat und Pinterest

Last but not least. Den letzten Trend, den wir euch mit auf dem Weg geben möchten, ist der, dass Anzeigenschaltung auf kleineren Netzwerken beliebter werden. Vor allem Snapchat und Pinterest sind in dem Kontext als Gewinner zu verzeichnen. 

Liegt dein Zielgruppenfokus bei Gen Z und/ oder Millennials? Dann solltest du dir Gedanken über Snapchat-Advertising machen. Das Engagement des Social Media Kanals ist enorm. Außerdem wird der AR-Trend bei Snapchat gepusht. Snapchat stellt für Unternehmen einen kostenlosen Ads Manager zur Verfügung. Kampagnen- sowie Ads-Gestaltung, Budgetfestlegung, Audiencewahl und Performancemonitoring findet somit gebündelt statt. Die unterschiedlichen Werbefunktionen sind ein weiterer Vorteil des meistgenutzten Social Media Kanals bei unter 18 jährigen. 

Pinterest ist eine Plattform, die als visuelle Suchmaschine immer mehr User zum Kauf von Produkten inspiriert. Sie begleitet die User in jeder Phase der Customer Journey. Die Pinterest-Shopping-Funktion ist aufgrund der kreativen und inspirierenden Umsetzung ein beliebtes Tool von Unternehmen und Markenbotschaftern. Nach Angaben von Pinterest Business können Anzeigen auf der Plattform für Einzelhandelsmarken eine doppelt so hohe Rendite erzielen wie auf anderen Social-Media-Kanälen Gerade im Lifestylebereich können Marken das zu ihrem Vorteil nutzen. 

Unser Tipp: Wie immer – zielgruppengerechtes Marketing ist hier gefragt. Auch wenn Snapchat immer beliebter wird, es macht keinen Sinn dich dort zu etablieren, wenn deine Zielgruppe 50+ ist. Bei Pinterest zu werben ist vor allem dann sinnvoll, wenn dein Markenkern visuell einiges zu bieten hat. 

 

Fazit

Social Media Trends kommen und gehen. Es ist nicht notwendig oder möglich alle zu beherzigen. Die Trends im Auge zu behalten und sie im Hinblick auf die Unternehmensstrategie zu hinterfragen kann definitiv als Erfolgsfaktor gewertet werden. Bleib offen für neues und schaffe einmalige Social Media Erlebnisse für deine Kundschaft!

Als Social Media Marketing Agentur wissen wir Trends zielgerecht einzusetzen. Ob User Generated Content, Virtual Reality, B2B Social Media Trends, Mikro Influencer Marketing oder andere Bereiche. Wir unterstützen dich und dein Vorgehen nachhaltig.

 

Autor: Fee Hopmann

Tags: Social-Media

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