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Google Core Web Vitals und Page Experience: Auswirkungen auf deine Digitalstrategie

von Katharina Müller

Während die Welt der Pandemie trotzt, hält Google weiter Kurs auf das Page Experience Update. Und das beunruhigt bereits im Voraus einige Websitenbetreiber! Zu Recht, schließlich werden mit diesem Update die Rankingfaktoren, die über die Suchergebnis-Listings entscheiden, ab Mai 2021 neu zusammengestellt: Faktoren, die für Rankings bisher wenig oder gar nicht berücksichtigt werden, sollen in Zukunft stärkeren Einfluss haben. Damit möchte Google wieder einmal Benutzerfreundlichkeit, Sichtbarkeit, Bedienbarkeit und Performance optimieren. Kurzum: Schnelle und einfach bedienbare Seite sollen bevorzugt werden. Auch wenn bislang nicht alle Einzelheiten des Page Experience Updates bekannt sind, so viel ist klar: Es wird Rankings deutlich verändern. In diesem Blogbeitrag erklären wir dir, warum du das Page Experience Update nicht ignorieren solltest und welche Rolle dabei Core Web Vitals spielen. Außerdem geben wir dir Tipps zur Optimierung deiner Digitalstrategie, um dich auf die kritischen Auswirkungen des Page Experience Updates bestens vorzubereiten.

 

Überblick

  1. Core Web Vitals NICHT ignorieren
  2. User Experience optimieren
    1. Checkliste für Page Experience
  3. Wie Google die Core Web Vitals misst
  4. Fazit

 

 

Warum du das Update und die die Core Web Vitals nicht ignorieren solltest 

Google testet immer wieder die Auswirkungen unterschiedlichster Änderungen an SERPs. Dabei wurden bereits 2015 in einem Test bunt gekennzeichnete Hinweise untergebracht, die Aufschluss über die Geschwindigkeit ("Slow") oder die Art des Suchergebnisses ("Ad") gaben. Der Suchmaschinenriese hat darauf verwiesen, visuelle Indikatoren in den SERPs testen und - bei Erfolg - ebenfalls im Mai 2021 live gehen lassen zu wollen. Steht uns also eine Zeit bevor, in der die Leistung von Seiten bereits am Suchergebnis sichtbar ist? Für langsame Domains wäre das ein herber Schlag. So steigt die Absprungrate bei drei Sekunden Ladezeit bereits auf 32 Prozent, bei 6 Sekunden auf drastische 106 Prozent. Aber keine Panik - sondern ruhig bleiben und analysieren:

  • Der Largest Contentful Paint (LCP) beschreibt die Zeit vom Aufruf der URL bis zum vollständigen Rendern des größten sichtbaren Elements. Google-Richtwert: 2,5 Sekunden
  • Der First Input Delay (FID) gibt die Zeit von der ersten Interaktion des Nutzers auf der Seite bis zur Reaktion des Browsers an. Google-Richtwert: 100 ms
  • Der Cumulative Layout Shift (CLS) steht dafür, wie sich das Seitenlayout während der Ladephase verschiebt. Gewertet wird dies zwischen 0 und 1, wobei 0 für keine Verschiebung und 1 für die stärkste Verschiebung steht. Google-Richtwert: 0,1

Du hast bereits Ressourcen in den Ausbau deiner Digitalstrategie gesteckt, allerdings die Performance-KPI nicht berücksichtigt? Das solltest du jetzt dringend nachholen! Immerhin werden die Google Core Web Vitals zukünftig ein kritischer Rankingfaktor. Ignorierst du trotzdem das Page Experience Update, könnte das riskante Folgen haben: Sichtbarkeits- und Rankingverluste, genervte User, verlorene Leads, Conversion Rates und letztlich eine schmerzhafte Summe an Umsatz. Schließlich setzen User eine schnelle, interaktive und funktionale Webseite inzwischen voraus. Ist das nicht gegeben, springen sie ab und wechseln zur Konkurrenz - dieses Verhalten wurde bereits durch mehrere Studien belegt. Und das kann gerade für Online Shops und Webseiten, die sich auf Lead Generierung spezialisiert haben, riskant werden.         

 

User Experience mit Core Web Vitals optimieren  

Bevor du mit einer Optimierung startest, solltest du zuerst die Pain Points kennen. Dafür helfen dir Tools wie PageSpeed Insights, Chrome UX Report, Search Console, Chrome DevTools, Lighthouse und Web Vitals Extension. Nach der Analyse erhältst du eine Übersicht mit Optimierungspotenzialen und passenden Empfehlungen zur Behebung von Fehlerquellen. Damit reihen sich die Core Web Vitals in die SEO-Liste der Signale zur Seitenerfahrung ein, unter denen ebenfalls die Optimierung für Mobilgeräte, Safe Browsing, HTTPS-Erreichbarkeit sowie Regelungen für Interstitials von Google zusammengefasst sind. Die Google Core Web Vitals sind daher nicht eine bloße Anzeige der Seitenladezeit! Sie bieten dir ebenfalls eine umfassende Auswertung über das Nutzererlebnis auf deiner Webseite - und damit auch über die Umsetzung deiner Digitalstrategie.

Deine Checkliste für das Page Experience Update:

  1. Ladezeiten optimieren: Kontrolliere deine Inhalte auf Größe und Komprimierung, aber prüfe auch dein CMS und Shopsystem. Hier gibt es gravierende Qualitätsunterschiede.
  2. Ressourcennutzung verbessern und Fehlerquellen beseitigen: Ungenutzte Codeschnipsel entfernen und auf die notwendigen Ressourcen der jeweiligen Seite reduzieren.
  3. Visuelle Elemente stabilisieren und Interaktionen angenehm gestalten: Unnötigen Content entfernen und auf das nachträgliche Verschieben von Inhaltselementen achten.
  4. Kontinuierliche Überprüfung der Google Core Web Vitals.

Weitere hilfreiche Tipps findest du auch direkt bei Google: Largest Contentful Paint OptimierungVerbesserung des First Input Delay und Korrektur des Cumulative Layout Shift.

 

Wie Google die Core Web Vitals misst und du dabei helfen kannst

Was du bei all dem Tatendrang für deinen Page Speed nicht vergessen darfst: Ein optimaler Web Vitals Score ersetzt keine schlechten Inhalte! Denn Google wird unausgereiften Content trotz guter Ladegeschwindigkeit weiterhin nicht empfehlen. Allerdings wird die Seitenladegeschwindigkeit in einer ausgeglichenen Konkurrenzsituation auch zukünftig entscheidend sein. Dabei stammen diese Daten von Field Data – die Datenerhebungen echter Nutzer. Sie werden von Page Speed Insights und der Search Console genutzt. Eine Alternative sind Lab Data, die in einem geschützten Raum erfasst werden. Aktuell verwendet werden sie in Lighthouse, Chrome Dev Tools und Page Speed Insights.

Du kannst Google bei der Messung der Core Web Vitals tatsächlich unterstützen, indem du die relevanten Daten leichter zugänglich machst. Wie? Laut John Müller (Webmaster Trends Analyst, Google) kann beispielsweise ein gutes URL-Konzept mit klaren Gruppierungen dazu beitragen, dass diese Seiten für die Einordnung zusammengefasst werden. Dieses Detail ist besonders relevant für Domains, die neben performanten auch schwache Seiten im Repertoire haben.

Wichtig zu wissen: Field Data von Nutzern mit schlechter Internetverbindung oder aus Ländern mit ungünstiger Infrastruktur werden keine negative Auswirkung auf die Rankings haben. Martin Splitt (Developer Relations, Google) weist in diesem Kontext darauf hin, dass es hunderte Rankingfaktoren geben würde und man das Hauptaugenmerk nicht nur auf den Page Speed legen solle.

 

Fazit

Mit den Google Core Web Vitals erhältst du sowohl weitere Möglichkeiten für eine effektive Analyse als auch wertvolle Hilfestellungen zur Behebung von Risikofaktoren. Diese Potenziale solltest du auf jeden Fall nutzen! Ansonsten droht dir mit dem Page Experience Update der Verlust von Besuchern, Leads oder Umsatz – im worst case ist deine Website womöglich gar nicht mehr in den Suchergebnissen gelistet. Dabei sind die Core Web Vitals nicht in Stein gemeißelt. Diese wird Google auch in Zukunft weiter entwickeln, damit jeder Webmaster weiterhin die User Experience seiner Website verbessern kann. Auf diese Weise rückt die Suchmaschine ihrem Ziel, das World Wide Web zu einem idealen Ergebnis zu gestalten, einen Schritt näher. Zieh jetzt mit deiner Digitalstrategie nach, um davon zu profitieren!

Für dich stehen jetzt wichtige Todos an, um trotz des Google Page Experience Update auch zukünftig für User sichtbar, erreichbar und attraktiv zu bleiben. Unsere SEO-Experten unterstützen dich dabei gerne! Wende dich an uns für eine unverbindliche Beratung.

 

Tags: Digital Marketing